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Hochwassereinsatz in Dannenberg (Kreis Lüchow-Dannenberg)

Am Montag, den 10.04.2006 um 06:00 Uhr rückten 9 unserer Kameraden zu einem Einsatz der Kreisfeuerwehrbereitschaft aus. Wir fuhren nach Duderstadt zum Sammelpunkt unseres Zuges und anschließend nach Rosdorf. Dort trafen sich die 4 Züge der Kreisfeuerwehrbereitschaft und wir erhielten erste Informationen:

Sammelplatz in Rosdorf (Göttingen)

Auf Anforderung des Landes Niedersachsen wurde die Kreisfeuerwehrbereitschaft auf Ersuchen der Polizeidirektion Lüneburg über die Polizeidirektion Göttingen zum Hochwassereinsatz nach Dannenberg angefordert. Dieses basiert auf der Grundlage des niedersächsischen Katastrophenschutzgesetzes.

Um Halb 9 Uhr fuhr die Kolonne von 27 Fahrzeugen und 2 Kradmeldern mit 142 Feuerwehrmännern und -frauen los in Richtung Dannenberg (Landkreis Lüchow-Dannenberg). Dort trafen wir am späten Mittag ein und bezogen unser Quartier. Anschließend lösten wir Kameraden aus dem Bereich Oldenburg am Deich in Dannenberg ab, die bereits mehrere Tage im Einsatz waren.

Übersicht von Dannenberg

Unser Quartier

Die Aufgabe des (unseres) 1. Zuges war, Sandsäcke von der Übergabestelle auf bereitstehende Boote der DRLG und des THW zu verladen. Diese Übergabestelle befand sich auf dem örtlichen Schützenplatz und war einer der wenigen Plätze, wo die schweren LKW's bis dicht an den Deich fahren konnten. Die Sandsäcke mussten mit Booten transportiert werden, da die Deiche und der Bereich hinter den Deichen nicht mehr von Fahrzeugen befahren werden konnten (zumindest von den meisten, es gab einige spezielle Kettenfahrzeuge die dichter an den Deich gekommen sind) . Der 2. und 3. Zug waren weiter flussaufwärts die Boote am Entladen. Unterstützt wurden wir hierbei vom THW und der Bundeswehr.

   

Der Bereich hinter dem Deich (Schützenplatz)

   

Beim Verladen der Sandsäcke                                                Dort wurden die Sandsäcke abgeladen

   

                                                                                            Der Übergabeplatz

Mit den uns zur Verfügung stehenden Leuchtmitteln konnten wir nachts die Einsatzstelle großflächig ausleuchten und so verluden wir am Montag Abend bis 24:00 Uhr die Sandsäcke auf die Boote. Dann ging es für einige Stunden zum Schlafen in die Unterkunft (die örtliche Realschule wurde umfunktioniert).


Am nächsten Morgen um 8:00 Uhr standen wir dann wieder auf dem Deich. Am Mittag hieß es dann Einsatzende für uns. Um 14:00 Uhr fuhr unsere Kolonne zurü
ck nach Göttingen wo wir um 19:00 Uhr eintrafen.

Dienstag Vormittag

Unsere Kameraden:

Hintere Reihe (v.l.): Jürgen Koch, Christian Kohlstedt, Marc Schenke, Jürgen Pätz

Vordere Reihe (v.l.): Michael Bund, Dieter Hellmold, Michael Rittmeier, Kai Nörthemann, Frank Huch

Berichte aus dem Eichsfelder Tageblatt:

Eichsfelder Tageblatt vom 11.04.2006:


Einsatz auf dem Deich
Eichsfelder im Einsatz
Elb-Hochwasser

Hitzacker (hho). Bei der Hochwasserbekämpfung an der Elbe sind auch 40 Einsatzkräfte aus dem Eichsfeld dabei: 33 Feuerwehrleute sowie sieben Angehörige des Technischen Hilfswerks leisten Hilfe in Hitzacker und im Raum Lüchow-Dannenberg. 
Auf Anforderung des Landes ist gestern die Kreisfeuerwehrbereitschaft ins Hochwassergebiet ausgerückt. Wie aus einer Pressemitteilung des Landkreises am gestrigen Nachmittag hervorgeht, sind unter Leitung von Kreisbrandmeister Karl-Heinz Niesen 147 Feuerwehrmänner und -frauen aus dem Kreisgebiet eingesetzt. Untergebracht in einer Realschule in Dannenberg, sollen die Feuerwehrleute Einsatzkräfte aus Oldenburg ablösen und in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr Hilfe bei der Deichverteidigung leisten, erfuhr das Tageblatt auf Nachfrage. Zum Verband gehören 27 Fahrzeuge. Die Feuerwehrleute aus dem Eichsfeld gehören den Wehren Seulingen, Nesselröden, Duderstadt, Gieboldehausen und Rhumspringe an. 
Anruf aus dem Einsatz
Sieben Angehörige des Technischen Hilfswerks, Ortsverband Gieboldehausen, sind bereits in der Nacht zum Sonntag ins Hochwassergebiet ausgerückt. Zum Verpflegungstrupp gehört die Gieboldehäuserin Silvia Kellner, die gestern telefonisch aus Neu Tramp bei Lüchow-Dannenberg berichtete: "Wir stellen eine von insgesamt zwölf Einsatzküchen und müssen 4500 Einsatzkräfte verpflegen."

Eichsfelder Tageblatt vom 12.04.2006:


Elbe-Hochwasser
Dannenberg (lo). Nach ein paar Stunden Schlaf standen die Einsatzkräfte der Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Göttingen gestern wieder auf einem Deich in Dannenberg und stapelten Sandsäcke. Die schwere körperliche Arbeit sei nicht so schlimm, die Kälte und der Wind, der einem auf der Deichkrone um die Ohren pfeife, mache ihnen zu schaffen, berichtete gestern per Mobiltelefon Brandabschnittsleiter Ost, Heinrich Marx aus Dannenberg.
Marx leitete gemeinsam mit Kreisbrandmeister Karl-Heinz Niesen den Einsatz der Feuerwehrkräfte aus der Region. Um 8 Uhr waren sie am Montag aufgebrochen, hatten nach ihrer Ankunft in Dannenberg einen Deichabschnitt übernommen und bis Mitternacht durchgearbeitet. Um 8 Uhr gestern Morgen hatten die Einsatzkräfte dann erneut den Kampf gegen das Elbe-Hochwasser aufgenommen.
"Alles Handarbeit"
Vom Land und per Boot von der Wasserseite aus transportierten sie Sandsäcke und sicherten den aufgeweichten Deich. "Es ist alles Handarbeit", beschrieb Marx den Einsatz der Helfer. Einheiten der Bundeswehr, Feuerwehrleute aus Celle und Freiwillige aus Dannenberg unterstützten die Göttinger Kräfte.
Gestern Nachmittag wurden sie abgelöst, übergaben den Deichabschnitt an nachrückende Helfer und traten die Heimreise an. In den frühen Morgenstunden (Abendstunden - der Webmaster) ist die aus dem gesamten Landkreis zusammengestellte Kreisfeuerwehrbereitschaft wieder in Göttingen eingetroffen.

Weiter Bilder und Informationen finden Sie auch beim Kreisfeuerwehrverband